Baustart der ersten Wasserstofftankstelle

Baustart der ersten Wasserstofftankstelle

Der Kreis Düren wird wasserstoffmobil:
Baustart für die erste Wasserstofftankstelle ist erfolgt

Wasserstoff dient derzeit vor allem der Betankung von Elektro-Fahrzeugen mit Brennstoffzelle. Ihre Vorteile: kein Lärm, keine Schadstoffe, aber gleiche Nutzung, Geschwindigkeit und Reichweite wie bei Fahrzeugen mit Otto- oder Dieselmotor. Wasserstofffahrzeuge verfügen über Reichweiten von 500 bis 700 Kilometern und tanken in nur drei bis fünf Minuten, Busse benötigen, wie herkömmliche Busse auch, ca. 15 Minuten zum Auftanken und erzielen damit ca. 300 Kilometer Reichweite. Mittelfristig wollen aber vor allem auch die Hersteller von Nutzfahrzeugen entsprechende Fahrzeuge mit Brennstoffzellen-Antrieb auf den Markt bringen.

Die Fertigstellung der Wasserstofftankstelle in Düren ist für Ende des Jahres 2021 geplant. Sie liegt verkehrsgünstig an der Autobahn A4 und ergänzt die bisher 18 Wasserstofftankstellen in NRW. Der Kreis Düren hat Stand heute fünf Wasserstoffbusse bestellt und setzt selbst bereits zwei H2-Fahrzeuge in seinem Fuhrpark ein. Die ersten fünf Wasserstoff-Busse werden bis Januar 2022 im Kreis Düren eintreffen und verkehren. Ab dann werden jedes Jahr fünf weitere Busse hinzukommen. Auch der Fuhrpark des Kreises Düren wird mit weiteren H2-Fahrzeugen ausgebaut. 
Zudem fahren mittlerweile auch einige Kommunen wie Nörvenich und Jülich sowie Privatunternehmen Wasserstoffautos. Darüber hinaus wird der Kreis Düren im nächsten Jahr auf der Basis von Sonnenenergie mit der Produktion von grünem Wasserstoff im Brainergy-Park in Jülich beginnen.

Landrat Wolfgang Spelthahn: „Heute ist ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht, denn wir sind fest von der Wasserstofftechnologie überzeugt und planen, vier weitere H2-Tankstellen verteilt über das gesamte Kreisgebiet zu bauen.“

PM Pfennings setzt ebenfalls auf Wasserstoff und plant im Landkreis Düren den Bau einer H2-Station, speziell für den Schwerlastverkehr: „Gerade für schwere Anwendungen bietet Wasserstoff die größten Vorteile – kurze Betankungszeiten, große Reichweiten und niedriges Gewicht“, so Josef Busch.

"Mit der Station in Düren schließen wir die Versorgungslücke zwischen Köln und Aachen und damit auf dem Weg nach Belgien und in die Niederlande", sagte Falk Schulte-Wintrop, für die strategische Unternehmensentwicklung bei H2 MOBILITY verantwortlich. Bundesweit gibt es derzeit bereits 91 Wasserstoffstationen.

Um mit Wasserstoff in Deutschland auftanken zu können, benötigt man die H2 MOBILITY-Card, die einfach online unter H2 Live bestellt werden kann.

Der Bund fördert den Bau der Wasserstofftankstelle in Düren über das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (nip) mit etwa 1,3 bis 1,4 Millionen Euro.